Charterbedingungen - Marina Beeskow

Allgemeine Geschäftsbedinungen
des Vercharterers
Andre Rädel, Inhaber der Marina Beeskow

§ 1 Vertragsabschluss

Der Abschluss des Chartervertrages erfolgt durch Abschluss des schriftlichen Chartervertrages. Die vertraglichen Leistungen richten sich nach der Leistungsbeschreibung des Vercharterers entsprechend des Vertrages. Nebenabreden und Zusatzwünsche müssen schriftlich in den Chartervertrag aufgenommen werden.

§ 2 Kündigung, Vertragsrücktritt

Kommt der Charterer seiner Zahlungsverpflichtung zu den festgelegten Zahlungsterminen nicht nach, kann der Vercharterer die Leistung verweigern. Einer Mahnung bedarf es nicht. Falls der Zahlungseingang nicht fristgerecht erfolgt, ist der Vercharterer berechtigt, ohne vorherige Ankündigung die Yacht anderweitig zu verchartern.

Erschwerung, Gefährdung oder Beeinträchtigung erheblicher Art durch nicht vorhersehbare und außergewöhnliche Umstände wie Krieg, Unruhen, Epidemien, hoheitliche Anordnungen, Naturkatastrophen berechtigen beide Teile zur Kündigung. Hochwasser, Trockenheit oder ähnliche Gründe berechtigen nicht zur Kündigung des Chartervertrages.

Kann der Charterer die Charterung nicht antreten, so hat er unverzüglich den Vercharterer zu informieren. Gelingt eine Ersatzcharter, so hat der Charterer nur die entstandenen Kosten sowie eine einmaliges Bearbeitungsentgelt zu zahlen. Ebenso wird für Umbuchungen eine Bearbeitungsentgelt erhoben. Soweit darüberhinausgehende Zahlungen geleistet wurden, werden diese zurückerstattet. Gelingt keine geeignete Ersatzcharter, hat der Charterer die vollen Charterentgelte zu zahlen. Der Vercharterer empfiehlt den Abschluss einer Reiserücktrittkostenversicherung. Diese wird über den Vercharterer angeboten.

§ 3 Kaution

Bei Übernahme der Yacht ist die Kaution in bar zu entrichten und wird bei zeitgerechter und ordnungsgemäßer Rückgabe der Yacht zurückerstattet. Für verlorene und/oder beschädigte Ausrüstungsgegenstände können vom Vercharterer die tatsächlichen Wiederbeschaffungskosten von der Kaution einbehalten werden. Bei Beschädigungen, deren Höhe am Tage der Rückgabe nicht feststellbar ist, wird die gesamte Kaution solange einbehalten, bis die Schadensfeststellung abgeschlossen ist und feststeht, dass den Charterer keine Ersatzpflicht trifft. Andernfalls erfolgt Rechnungsstellung und Abrechnung nach Behebung des Schadens.

§ 4 Versicherung

Es besteht eine Vollkaskoversicherung für die Yacht sowie die Charterausrüstung.

Persönliches Eigentums des Charterers und der Crew unterliegen nicht dem Versicherungsschutz – auch Außenborder, Beiboote, Spinnaker, etc. sind nicht versichert.

Die Versicherung deckt nicht vorsätzlich herbeigeführte Schäden. Im Fall einer grob fahrlässigen Verletzung ist der Versicherer berechtigt, seine Leistung in einem der Schwere des Verschuldens des Charterers entsprechenden Verhältnis zu kürzen. Die Beweislast für das Nichtvorliegen einer groben Fahrlässigkeit trägt der Charterer.

Die Versicherungsbedingungen des Versicherungsunternehmens sind Bestandteil dieses Chartervertrages und können auf Wunsch vor einem Vertragsabschluss schriftlich vom Vercharterer angefordert oder in den Geschäftsräumen eingesehen werden.

Der Charterer haftet für alle von der Versicherung nicht ersetzten Schäden, sofern eigenes Verschulden oder ein Verschulden von Mitgliedern der Crew gegeben ist. Die Haftung erstreckt sich auch auf leichte Fahrlässigkeit.

Die Versicherung haftet nicht bei Unfällen von an Bord befindlichen Personen. Ansprüche aus Schäden, die dem Charterer oder der Crew während der Nutzung durch das Boot oder das Zubehör oder im Zusammenhang mit der Nutzung entstehen, und nicht auf ein Verschulden des Vercharterers zurückzuführen sind, sind ausgeschlossen.

§ 5 Chartergebiet

Das Chartergebiet und die Fahrtgrenzen sind die beschiffbaren Flussläufe der Landes- und Bundeswasserstraßen.

§ 6 Befähigungen

Der Charterer erklärt ausdrücklich, dass er oder der aufgeführte Schiffsführer über alle seemännischen Kenntnisse verfügt, die zum Führen führerscheinpflichtigen Schiffes im Chartergebiet erforderlich sind und im Besitz eines gültigen Führerscheins„Binnen- See- oder Küste“* ist. Der Vercharterer kann den Charterer auffordern, seine Fähigkeiten bei einer Probefahrt unter Beweis zu stellen. Fällt der Nachweis negativ aus, kann der Vercharterer auf Kosten des Charterers einen Schiffsführer bestellen.

Der Charterer wird darauf hingewiesen, dass die Mitarbeiter des Versicherungsunternehmens befugt sind, die vorstehenden Angaben im Falle eines Schadensereignisses zu überprüfen. Fehlerhafte Angaben können zum Verlust des Versicherungsschutzes führen. In diesem Falle haftet der Charterer in vollem Umfang.

Das gecharterte führerscheinfreie Schiff kann ohne einen Befähigungsnachweis bzw. einen Sportboot-Führerschein gefahren werden. Der Charterer wurde vom Vercharterer in die Bedienung des Sportbootes sowie in die wesentlichen Regeln des Führen eines Sportbootes eingewiesen. Der Charterer konnte während der Einweisung alle weiteren Fragen stellen, die der Vercharterter beantwortete.

Dem Charterer wurde eine Mappe mit den Verhaltensregeln über das Verhalten beim Annähern an die Fähre bei der Ortschaft Leißnitz übergeben. Der Charterer bestätigt den Empfang dieser schriftlichen Einweisung und die Tatsache, dass mit dem Charterer das Verhalten an der Fähre Leißnitz entsprechend dieser Einweisung besprochen worden ist.

§ 7 Nutzung

Nach der Übergabe durch den Vercharterer kann die Yacht im üblichen Rahmen genutzt werden. Alle Verbrauchsstoffe wie Diesel, Öl, Gas, Petroleum und Trockenbatterien gehen zu Lasten des Charterers und werden nach Abschluss der Charter gesondert berechnet.

Der Ölstand und der Kühlwasserstand des Motors sind täglich zu überprüfen. Die Temperaturanzeige des Motors muss bei Betrieb laufend überwacht werden. Schäden, die durch Trockenlaufen des Motors oder Überhitzung entstehen, sind nicht versichert und gehen zu Lasten des Charterers. Bei Schräglage über 10 Grad Krängung darf der Motor nicht benutzt werden.

Nachträglich festgestellte Schäden hat der Charterer zu ersetzen.

Der Charterer verpflichtet sich:
− das Schiff im Sinne einer verantwortungsbewussten Führung zu handhaben und sich in jeder Situation so zu verhalten, als ob das Schiff sein eigenes wäre;
− die Yacht nur mit Bootsschuhen zu betreten;
− Nachtfahrten nicht bzw. nur mit besonderer Vorsicht vorzunehmen, wenn der Charterer oder ein Crewmitglied (das zum Führen des Bootes vertraglich vereinbart wurde) über ausreichende Erfahrung verfügt;
− bei Ankündigung gefährlicher Wetterverhältnissen einen Hafen aufzusuchen bzw. einen solchen nicht zu verlassen;
− keine Veränderungen am Schiff oder an der Ausrüstung vorzunehmen;
− nicht mit mehr oder nur mit den Personen zu belegen, die in der Crewliste angegeben sind und nicht mit mehr Personen, als für die Yacht zugelassen sind;
− die Schiffsfahrt so zu planen, dass auch bei schwierigen Wetterverhältnissen eine zeitgerechte Rückkehr möglich ist;
− das Schiff nicht an Dritte weiterzugeben oder zu vermieten;
− keine Wett- und Regattafahrten zu bestreiten;
− die Yacht nur im Notfall mit einer Trosse schleppen zu lassen; die Verwendung von Stahltrossen ist verboten;
− das Logbuch ordnungsgemäß zu führen und an Bord zu belassen;
− keine Tiere mit an Bord zu nehmen; außer mit ausdrücklicher Genehmigung des Vercharterers
− keine gewerbliche Personenbeförderung zu betreiben;
− anfallende Reinigungsarbeiten und Kontrollen durchzuführen und im Logbuch einzutragen.

§ 8 Verpflichtung im Schadenfall und Haftung

Der Charterer ist verpflichtet, jeden Schaden der Yacht oder an der Ausrüstung unverzüglich dem Vercharterer anzuzeigen. Diese Anzeige hat zunächst telefonisch unter der Rufnummer 0170 2046748 zu erfolgen. Sofern es dem Charterer möglich ist, sind Bilder mit dem Mobiltelefon zu fertigen und an die Funknummer des Vercharterers zu übermitteln.

Tritt nach Übernahme des Schiffes durch den Charterer während der Charterzeit ein Schaden ein, der geeignet ist, die Fahrt ganz oder teilweise unmöglich zu machen, so hat der Charterer keinerlei Ansprüche gegen den Vercharterer auf Erstattung der Charterentgelte, wenn es sich um einen Fall höherer Gewalt (insbesondere Witterungseinflüsse) oder um Drittverschulden handelt. Liegt ein Verschleißschaden oder ein sonstiger bei Übernahme durch den Charterer nicht erkannter Schaden an Rumpf oder Maschine vor, so hat der Charterer Anspruch auf Rückerstattung der anteiligen Charterentgelte für die Tage, die die Yacht nicht genutzt werden kann. Weitergehende Ansprüche, die keine Ansprüche wegen Verletzung der Gesundheit, des Lebens, des Charterers oder Crewmitglieder bestehen, sind ausgeschlossen.

Der Charter ist nicht berechtigt, ohne Information und Rücksprache mit dem Vercharterer Reparaturleistungen an Chartergegenständen durchführen zu lassen. Der Charterer hat die Weisung des Vercharterers zur Durchführung einer Reparatur vorher einzuholen. Sofern der Vercharerter mit der Veranlassung der Reparatur durch den Charterer einverstanden ist, werden die Ausgaben vom Vercharterer bei Vorlage einer quittierten Rechnung erstattet. Die Rechnung bzw. der Quittungsbeleg muss als Rechnungsempfänger den Vercharterer, den Namen des Schiffes, die Art der Arbeit, das Material, den Rechnungsendbetrag und ggf. den Nettopreis und die Umsatzsteuer enthalten.

Ausgetauschte und beschädigte Teile sind aufzuheben und dem Vercharterer auszuhändigen.

Bei Schäden am Schiff oder bei Personenschäden fertigt der Charterer eine umfassende Niederschrift über diese Schäden an und sorgt für eine schriftliche Gegenbestätigung durch den Hafenkapitän, einen Arzt, Sachverständigen oder einen dritten Zeugen.

Verhalten bei Unfällen und Haverien

Der Vercharterer ist bei Havarie, vorhersehbarer Verspätung, Verlust, Manövrierunfähigkeit, Beschlagnahme oder Behinderung des Schiffes durch Behörden oder Dritte unverzüglich zu benachrichtigen. Bei Diebstahl der Yacht oder eines Ausrüstungsgegenstandes hat der Charterer Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Bootsunfälle sind gegenüber der Wasserschutzpolizei zu melden und zur Unfallaufnahme herbeizurufen. Der Charterer verpflichtet sich, das Protokoll über die Unfallaufnahme der Wasserschutzpolizei dem Vercharterer auszuhändigen.

Haftungsbegrenzung:

Schadenersatzansprüche des Charterers werden beschränkt bis zur maximalen Höhe der vereinbarten Chartergebühr. Alle darüber hinausgehenden Ansprüche sind ausgeschlossen, es sei denn, dass der Vercharterer oder sein Erfüllungsgehilfe grob fahrlässig oder vorsätzlich gehandelt haben. Die Haftungsbeschränkungen und –ausschlüsse gelten nicht für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit. Der Vercharterer haftet nicht bei Krieg, Streik, Aufruhr, Naturkatastrophen, Verfügungen von hoher Hand, Sperrung von Fahrgewässern u.ä.

Für alle Handlungen und Unterlassungen des Charterers, für die der Vercharterer von dritter Seite haftbar gemacht wird, hält der Charterer den Vercharterer von allen privatrechtlichen Folgen, auch von allen Kosten aus Rechtsverfolgungen frei.


§ 9 Vertragserfüllung

Die Bereitstellung der Yacht erfolgt an dem vereinbarten Ort in Beeskow.

§ 10 Übernahme des Schiffes

Dem Charterer wird das Schiff vollgetankt und mit einer vollen Gasflasche sowie einer vollen Reserveflasche übergeben. Ordnungsgemäßer Schiffszustand, vollständige Ausrüstung und Inventar werden anhand einer Checkliste bzw. eines Ausrüstungsverzeichnisses vom Charterer überprüft und durch seine Unterschrift bestätigt. Die Bestätigung über den ordnungsgemäßen Schiffszustand umfasst alle sichtbaren Schäden am Schiff, dessen Zubehör und Ausrüstung. Sind Schäden an diesen Teilen vorhanden, so sind diese bei Übernahme vom Charterer schriftlich auf der Checkliste/dem Ausrüstungsverzeichnis festzuhalten und vom Vercharterer gegenzuzeichnen. Liegt eine schriftliche und gegengezeichnete Schadensliste nicht vor oder wird diese nicht erstellt, trägt der Charterer die Beweislast dafür, dass der Schaden nicht während seiner Charterzeit entstanden ist.

Der Vercharterer übernimmt für die Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Seekarten, die Anzeigegenauigkeit und Funktion der Instrumente und für die Leistung des Kühlschranks keine Gewähr. Schäden an der Yacht und Ausrüstung, die die Seetüchtigkeit der Yacht nicht beeinträchtigen und die Nutzung der Yacht erlauben, berechtigen nicht zur Minderung des Charterentgeltes oder zum Rücktritt vom Chartervertrag.

§ 11 Rückgabe des Schiffes

Nach Beendigung der Charter übergibt der Charterer dem Vercharterer das aufgetankte Schiff im gereinigten Zustand (innen und außen). Eine Verlängerung der vereinbarten Charterzeit ist ohne Einwilligung des Vercharterers nicht möglich. Bis zur Rückgabe der Yacht gilt jedoch der Chartervertrag als verlängert.

Verlorengegangene, beschädigte oder nicht mehr funktionsfähige Gegenstände sind dem Vercharterer nach der Rückkehr sofort anzuzeigen. Insbesondere sind Grundberührungen und andere Berührungen des Schiffskörpers mit anderen Gegenständen sofort dem Vercharterer anzuzeigen. Werden Schäden am Schiff, dessen Zubehör und Ausrüstung bei Rückgabe nicht angezeigt und vom Vercharterer erst später festgestellt, trägt der Charterer die Beweislast, dass der Schaden nicht während seiner Charterzeit eingetreten ist.

Wird das Schiff erst nach Beendigung der Charterzeit zurückgegeben, so hat der Charterer den entstehenden Schaden des Vercharterers zu tragen. Meteorologische Ereignisse müssen durch eine flexible Fahrtplanung einkalkuliert werden. Der Charterer haftet für Schäden oder Kosten, die dem Vercharterer oder Dritten, z.B. spätere Crews, durch Nichteinhaltung des Vertrages entstehen. Der Vercharterer ist berechtigt, diese Ansprüche Dritter im eigenen Namen gegenüber dem Charterer geltend zu machen. Falls der Charterer das Schiff an einem anderen Ort als dem vereinbarten verlässt, werden ihm die Kosten für die Rücküberführung des Schiffes zu Wasser oder zu Land berechnet, soweit diese Kosten nicht im Rahmen eines Versicherungsfalles von der Versicherung getragen werden.

Die Rückgabe gilt erst dann als erfolgt, wenn das Schiff wieder im Heimathafen ist. Wird das Schiff vom Charterer nicht in gereinigtem Zustand übergeben, wird ein Reinigungsentgelt nach tatsächlichem Aufwand berechnet. Weiterhin wird ein Verwaltungsentgelt erhoben.

Für Handlungen und Unterlassungen seitens des Charterers, für die der Vercharterer von dritter Seite in Anspruch genommen wird, hält der Charterer den Vercharterer frei. Kann das Schiff aufgrund seines Zustandes nicht rechtzeitig dem nachfolgenden Charterer übergeben werden, so haftet der Charterer wie bei einer verspäteten Rückgabe des Schiffes.

§ 12 Sonstiges

Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen begründet nicht die Unwirksamkeit des Vertrags im Übrigen.
Es kommt deutsches Recht zur Anwendung.

Die AGB´s sind vom Charterer mit Unterschrift des Chartervertrages in vollem Umfang akzeptiert.